Ratgeber "Tier vermisst - das ist zu tun"

Suchhunde spielen ihre besonderen Fähigkeiten nicht nur bei der Personen-, sondern vor allem auch bei der Tiersuche aus. Dazu erhalten sie mit ihrem Hundeführer eine spezielle Ausbildung und legen eine anspruchsvolle Prüfung ab. So wird sichergestellt, dass sich die Tiersuche nicht ins Negative verkehrt, indem beispielsweise ein ängstliches Tier immer weiter verschreckt und damit in die Flucht gejagt wird. Mit dem notwendigen Gespür und viel Sachverstand können entlaufene Tiere oft genug wieder zurückgeleitet oder eingefangen werden. Wie Sie im Ernstfall bei der Tiersuche am besten agieren, dazu haben wir Ihnen im Folgenden die wichtigsten Fakten zusammengestellt

K-9 Suchhund Nachwuch Rosie

Hunde vermisst - so gehen Sie vor

➥ 1. Erstmaßnahmen

Zunächst sollten Sie selbst oder eine vertraute Person für wenigstens 20 Minuten dort bleiben, wo Sie Ihren Hund verloren haben. Prüfen Sie anschließend die Möglichkeit, dass Ihr Hund zum geparkten Auto oder auch nach Hause gelaufen ist. Dann sollte er Zugang zu Haus und Garten haben.

➥ 2. Tiersuche-Notfallkette einleiten

Bleibt die Erstmaßnahme ohne Erfolg, informieren Sie folgende Anlaufstellen und hinterlassen Sie in jedem Fall eine Rückrufnummer:

  • TASSO-Haustierregister
  • Polizei regional
  • Jäger, Forstamt, Tierheime
  • Tierärzte und Tierkliniken, regionaler Rundfunk und Autobahnmeisterei
  • Tiersuchhunde alarmieren - für PetGuard-Kunden: +49 (0)89 / 55987-8439,
    K-9 Hotline: +49 (0)173 / 979 66 66

TIPP: Denken Sie daran, immer eine Rückrufnummer zu hinterlassen, denn die einzelnen Anlaufstellen sind nicht untereinander vernetzt!

➥ 3. Begleitende Maßnahmen, wenn ihr Tier bereits länger weg ist

Bewährt haben sich Flyer, die in jedem Fall ein aktuelles Tierfoto, Ihre Kontaktdaten und den Ort, an dem das Tier entlaufen ist, enthalten. Nutzen Sie dazu am besten die Hilfe auf www.tasso.net. Sie finden hier eine praktische Vorlage. Beachten Sie bitte, dass Sie die Flyer nur mit Erlaubnis anbringen dürfen, sprechen Sie also die zuständigen Behörden, die Ladenbesitzer oder Praxen direkt an. Weitere Möglichkeiten bieten die sozialen Netzwerke, so gibt es beispielsweise bei Facebook einige regionale und überregionale Gruppen, die sehr gut vernetzt sind. Es ist erfahrungsgemäß sinnvoll, wiederholt bei Tierheimen, Jäger und Forstamt und Polizei nachzufragen.

Achtung: Bleiben Sie trotzdem vorsichtig mit Ihren privaten Daten, um Betrügern keine Angriffsfläche zu bieten. Nutzen Sie hier den TASSO-Kontakt – TASSO-Hotline für den Notfall: ☎ +49 (0) 6190 – 93 73 00!

➥ 4. Tiersuche mit Suchhunden

Suchhunde können die Spur eines Tieres wie Hund, Katze oder auch andere aufnehmen und verfolgen. Als Ergebnis der Tiersuche wird das entlaufene Tier entweder direkt gefunden oder es wird das Gebiet, in dem es sich aufhält, eingekreist oder zumindest die Stelle bezeichnet, wo ein evtl. Aufenthaltsort ist oder die Spur endet. Ausschlaggebend für den Erfolg bei der Tiersuche ist ein qualitativ ausreichender Referenzgeruch, weswegen eine Geruchsquelle zur Verfügung gestellt werden muss. Dieser Individualgeruch darf nicht durch Dritte kontaminiert sein, sollte also von keinem angefasst und nicht mit anderen Tieren in Kontakt kommen. Insbesondere geeignet sind

  • das Halsband, Geschirr oder die Innenseite eines Mäntelchens
  • Kot, Fell oder Haare
  • die Decke aus der Box oder dem Körbchen
  • Spielzeug oder Bürste
Mantrailing Suchhund Golden Retriever

Einsatzregeln

Stellen Sie sicher, dass Ihr vermisstes Tier diese Gegenstände als letztes berührt hat, um nicht Ihre eigene Gerüche zu platzieren und dem Suchhund die Arbeit somit zu erschweren:

  1. Fassen Sie die Gegenstände nach dem Verschwinden Ihres Tieres nicht mehr an.
  2. Achten Sie darauf, beim Start der Tiersuche anwesend zu sein.
  3. Vermeiden Sie die Verfälschung der Spuren. Bleiben Sie daher beim Startpunkt und seien Sie immer telefonisch erreichbar.

Benötigen die Hundeführer Geruchsartikel, nehmen Sie am besten einen geruchsfreien, aber nicht antibakteriellen Müllbeutel an der Außenseite, drehen ihn auf links, greifen den in Frage kommenden Gegenstand und ziehen ihn ins Innere. Verschließen Sie die Tüte gut und bewahren Sie diese sicher auf. Die für eine Tiersuche notwendigen Geruchskopien werden von der Staffel selbst erstellt.

Wichtig: Wird ihr Tier gefunden spielen Sie als Besitzer häufig eine große Rolle. Bleiben Sie bitte während des Einsatzes immer abrufbereit und bewahren Sie Ruhe.

➥ Tiersuche: Die Kostenfrage klar beantwortet

Natürlich ist der Einsatz von Suchhunden mit Anfahrtskosten verbunden. Deren Höhe hängt jedoch nicht nur von der Entfernung ab, sondern auch davon, ob Sie PetGuard-Kunde sind. Sollte dies nicht der Fall sein, müssen Sie folgende Kosten einplanen:

  • Anfahrt bis 100 km - 150 Euro pauschal
  • Anfahrt über 100 km - 150 Euro pauschal sowie zusätzlich 0,30 Euro je weiteren Kilometer

Wichtig: Für Pflegestellen, Tierschutzorganisationen, aber auch Rentner, Behinderte und Arbeitssuchende belaufen sich die Kosten gegen Nachweis auf nur 85 Euro.

Schon aus diesem Grund empfehlen wir Ihnen das PetGuard-Haustierschutzpaket für Hund und Katze: Genießen Sie das umfangreiche Schutzpaket aus professioneller Hilfe und Beratung, aber auch umfassende Versorgung bei Unfall oder Tod des Tierhalters. Selbstverständlich profitieren Sie bei der Tiersuche und Rückholung, Sie können auf eine 24h-Notruf-Hotline sowie die K-9® Suchhundestaffel bauen. Sehr gerne erläutern wir Ihnen diese einzigartige Europe Assistance ausführlich – sprechen Sie uns einfach darauf an.